Goldfisch Pflegeanleitung

Goldfisch Pflegeanleitung
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Steckbrief Goldfisch
Wissenschaftlicher Name: Carassius gibelio forma auratus
Gebräuchlicher Name: Goldfisch
Familie: Cyprinidae
Herkunft: China
Länge: bis 35 cm
Lebenserwartung: 20 bis 30 Jahre
Wasserwerte:
Temperatur: zwischen 4 bis 30 °C
pH-Wert: zwischen  6,5 bis 8,5
Gesamthärte, GH: 8 bis 25
Karbonathärte, KH: 5 bis 20
Verhalten
Ernährung: Allesfresser
Beckenregion: unterer Bereich
Verhalten: ruhig, friedlich und gesellig
Anzahl: mindestens 2
Pflegegrad: einfach für Anfänger geeignet
Aquarium
Volumen: 200 Liter
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Merkmale und hilfreiche Informationen zur Pflege in Aquarien

Die ursprünglich aus Ostasien stammenden Goldfische gehören zu den häufigsten Fischen in der Aquaristik. Der Goldfisch der zur Familie der Cyprinidae gehört wurde vor über 1000 Jahren in China aus Speisefischen domestiziert. Damit gehören diese goldorange gefärbten Süßwasserfische zu den ältesten Haustieren der Welt. Im Unterschied zu Kois und Karpfen haben Goldfische keine Barteln an den Mundwinkeln und können so leicht unterschieden werden.

Seitdem der Goldfisch gezielt gezüchtet wird sind eine Vielzahl an unterschiedlichen Zuchtformen entstanden die verschiedene Farben, Flossentypen und Körperformen aufweisen. Zu den bekanntesten Zuchtformen gehören: Kometenschweif, Shubunkin, Fantail, Oranda, Ryukin, Black Moor, Teleskopauge, Himmelsgucker, Blasenauge, Schleierschwanz, Perlschupper, Wakin, Löwenkopf und der Ranchu.  Alle Zuchtformen von Goldfischen gehören zur Art der Carrassius auratus.

Natürlicher Lebensraum der Goldfische

Die beliebten Goldfische sind sehr anpassungsfähig an ihre Umgebung und dies hat dazu geführt, dass sie inzwischen überall auf der Welt zu finden. Ihr natürlicher Lebensraum sind Flüssen, Bächen, Seen, Teichen, Stauseen und praktisch alle Süßwassergewässer auf der Welt wo ein gemäßigtes bis tropisches Klima herrscht. Ein Grund der massenhaften Verbreitung besteht darin, dass sie gerne Mücken fressen, und so bot es sich an den Fisch zur Reduzierung von Mückenpopulationen einzusetzen.  Gut gepflegt können Goldfische über 20 Jahre alt werden.

Wasseranforderungen für Goldfische

Der sich an eine breite Bandbreite anpassende Goldfisch gilt als Kaltwasserfisch, er kann aber auch in beheizten Aquarien gehalten werden. Je nach Zuchtform ist die Temperaturtoleranz unterschiedlich. Für Ziergoldfische liegt die optimale Temperatur zwischen 20 und 23,5 Grad Celsius. Der Kometenschweif und der Shubunkin benötigen etwas niedrigere Temperaturen, die zwischen 15 und 21 Grad Celsius liegen.

Auch bezüglich des pH-Wertes sind Goldfische sehr flexible was es für den Anfänger in der Fischhaltung einfacher macht. Die idealen pH-Werte liegen zwischen 7,0 und 8,4.

Zu beachten ist das wie bei den meisten Unterwasserbewohnern schnelle Änderungen in der Wasserchemie oder der Temperatur schädlich bis tödlich für die Tiere sein können. Gehen Sie also immer behutsam bei Wasser- und Temperaturanpassungen vor.

Für die Goldfisch-Haltung im Aquarium ist eine gute Filterung und ein wöchentlicher Wasserwechsel von 10% oder alle zwei Wochen von 25% wichtig. Auch wenn dieser Fisch sehr angepasst ist, so ist die Aufbereitung des Aquarienwassers mit einem Wasseraufbereiter immer eine gute Wahl. So stellen Sie sicher, dass ihre Fische immer in einer gesunden Umgebung leben.

Haltungsanforderungen für Goldfische

Goldfische können eine Größe von 35 Zentimetern erreichen, wenn sie gut gepflegt werden und die Haltungsumgebung stimmt. Halten Sie einen Goldfisch niemals in einer Schale, einem Wasserglas oder in kleinen Aquarien. Das sich die Fischgröße an seine Umgebung anpasst ist ein weit verbreiteter Mythos. Goldfische benötigen ausreichend Schwimmraum damit sie gut gedeihen.

Außerdem hat der Goldfisch einen hohen Sauerstoffbedarf und produziert eine Menge an Abfall. Beides Faktoren die nur in einem großen Aquarium ausreichend umgesetzt werden können.

Gewöhnliche Goldfische wie der Kometenschweif und der Shubunkin sind aufgrund ihrer niedrigen Temperaturanforderungen hervorragend für die Haltung in Teichen geeignet. Sie sind dafür bekannt, dass sie auch kalte Winter im Freien überstehen ohne Schaden zu nehmen.

Die Goldfisch-Zuchtformen Oranda, Black Moor und Ryukin können den Sommer im Teich verbringen müssen jedoch während der kalten Jahreszeit ins Haus geholt werden.

Für einen Goldfisch der Zuchtform Kometen oder Shubunkin müssen Sie 75 Liter Wasser pro Fisch im Aquarium einplanen. Die anderen Zuchtformen benötigen mindestens 30 Liter pro Fisch.

Da Goldfische sehr viel Abfall produzieren ist es ratsam einen größeren Filter als nötig für die Wassermenge zu wählen. Bedenken Sie das niemals zu viel gefiltert werden kann, zu wenig jedoch schädlich für die Fische ist.

Bei hohen Temperaturen sollte eine zusätzliche Belüftung vorhanden sein da der Goldfisch einen hohen Sauerstoffbedarf hat.

Die Bepflanzung des Goldfisch-Aquariums stellt eine besondere Herausforderung dar, weil Goldfische viele Arten von Pflanzen fressen oder sie ausreißen.  Sie können es mit Javafarn oder Anubias versuchen, seinen Sie jedoch nicht enttäuscht, wenn ihr Fisch rabiat damit umgeht.

Vermeiden Sie Dekorationen mit scharfen Kanten und abrasiven Steinen wie Lava und Tuffstein, da diese die empfindlichen Flossen sowie die Augensäcke bei Zuchtvarianten wie beispielsweise dem Teleskop Goldfisch zerreißen können.

Der Goldfisch gräbt gern im Bodengrund und deshalb sollte hier beachtet werden das er nicht aus zerklüfteten oder scharfkantigen Material besteht.

Sorgen Sie für eine ausreichende Wasserströmung, aber vermeiden Sie starke Strömungen.

Beckengenossen für Goldfische

Goldfische vertragen sich gut mit den meisten friedlichen, ähnlich großen Fischen. Temperamentvolle und Fische, die gern die Flossen von anderen Fischen anknabbern eignen sich nicht für die Vergemeinschaftung mit Goldfischen. Goldfische sind gesellige Tiere, die gerne mit Artgenossen zusammen schwimmen. Sie sind intelligent, haben ein gutes Gedächtnis und können sehr zahm werden. Bei guter Pflege werden Sie nach einiger Zeit mit ihrem Fischhalter interagieren und können diesen von anderen Personen unterscheiden. Wenn Sie das Vertrauen der Fische gewinnen können Sie sie mit der Hand füttern.

Wenn sie ohne Heizung gehalten werden, sollten sie mit anderen Fischen vergesellschaftet werden, die ebenfalls kühlere Wassertemperaturen bevorzugen.

Goldfische unterschiedlicher Größe können zusammengehalten werden, aber Kometenschweife und Shubunkin können zu wild für kleinere Goldfische werden und müssen möglicherweise getrennt werden.

Was fressen Goldfische?

Als Allesfresser ernähren sich Goldfische in der freien Natur überwiegend von Krustentieren, Insekten und Pflanzenteilen. Im Teich gehalten gründeln die Tiere auch am Boden nach Nahrung. Für das Aquarium bieten sich Lebendfutter wie Wasserflöhe oder Mückenlarven an. Artgerechtes Futter wie Flakes, Granulat oder Pellets sind im Handel erhältlich. Auch gefrorenes Futter oder Hornkraut werden gern gefressen.

Der Goldfisch ist von Natur aus ein Bodenfresser deshalb ist es besser das Trockenfutter oder Pellets vorher befeuchtet wird damit es rasch auf den Boden sinkt. Andernfalls kann es passieren das die Fische beim Fressen an der Oberfläche zu viel Luft schnappen, das Gleichgewicht verlieren und kopfüber treiben.

Wenn Sie den Fischen eine abwechslungsreiche Kost verabreichen, werden Sie gut gedeihen. Füttern Sie immer nur so viel wie die Fische in 2 bis 3 Minuten verzehren können. Abhängig von der Umgebung können die Fische 1- bis 2-mal täglich gefüttert werden. Im Gartenteich gehalten ist eine tägliche Fütterung nicht notwendig.

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Titelbild: Camillededorlodot

 

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