Glühlicht-Rasbora, Sundadanio retiarius

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Steckbrief Glühlicht-Rasbora
Wissenschaftlicher Name: Sundadanio retiarius
Gebräuchlicher Name: Glühlicht-Rasbora
Familie: Danionidae
Herkunft: Asien
Länge: bis 2 cm
Lebenserwartung: bis  8 Jahre
Wasserwerte:
Temperatur: zwischen 22 bis 28°C
pH-Wert: zwischen 5,5 bis 6,5
Gesamthärte, GH: 1 bis 10
Karbonathärte, KH: 1 bis 10
Verhalten
Ernährung: Allesfresser
Beckenregion: Mitte/ Unten
Verhalten:
Friedlich
Anzahl: 6 Tiere
Pflegegrad: einfach
Aquarium
Volumen: 60 Liter

Merkmale und hilfreiche Informationen zur Pflege in Aquarien

Die Glühlicht-Rasbora, auch bekannt als Sundadanio retiarius, ist eine bezaubernde und farbenfrohe Süßwasserfischart, die aus Südostasien stammt. Diese kleine Fischart, die eine maximale Länge von etwa 1,5 bis 2 cm erreicht, ist bekannt für ihren schlanken Körper und die auffällige Färbung, die oft aus einem Muster von leuchtenden Blau- und Rottönen besteht.

Sundadanio retiarius zeichnet sich durch sein friedliches Verhalten und seine Vorliebe für Schwarmbildung aus, was sie zu einer exzellenten Wahl für Nano- oder kleine Gemeinschaftsaquarien macht, besonders in Kombination mit anderen kleinen, friedlichen Fischarten.

Lange Zeit wurde der Fisch, den wir heute als Sundadanio retiarius kennen, unter dem Namen Rasbora axelrodi geführt. Ursprünglich als eine einzige Art mit verschiedenen Farbvarianten betrachtet, hat sich durch wissenschaftliche Fortschritte herausgestellt, dass es sich tatsächlich um eigenständige Arten handelt.

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Dieser charmante kleine Fisch, der sich durch seine intensiv rote Farbgebung auszeichnet, fällt besonders durch die schwarzen vorderen Afterflossenstrahlen der Männchen auf. Zudem tendieren die Männchen dazu, etwas größer als die Weibchen zu werden. Sundadanio retiarius hat sich in der Aquaristik zu einer begehrten Rarität entwickelt, und wir freuen uns, eine gute Anzahl dieser Exemplare aktuell vorrätig zu haben.

Natürlicher Lebensraum des Sundadanio retiarius

Die Glühlicht-Rasbora ist in den Schwarz- und Klarwasserflüssen und Bächen Kalimanantans beheimatet. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst weiche, sehr saure Gewässer, die reich an Pflanzen und Versteckmöglichkeiten sind.

Wasseranforderungen für Sundadanio retiarius

  • Temperatur: Ideale Wassertemperaturen liegen zwischen 22°C und 28°C.
  • pH-Wert: Ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert von etwa 5,5 bis 6,5 wird bevorzugt.
  • Gesamthärte: Weiches bis mittelhartes Wasser ist optimal.

Haltungsanforderungen für die Glühlicht-Rasbora

Ein Aquarium mit einem Volumen von mindestens 54 Litern ist ideal für eine Gruppe von Sundadanio retiarius. Diese Fische schwimmen aktiv und bevorzugen einen Schwarm, daher bietet ein größeres Aquarium mehr Raum für ihr natürliches Verhalten.

Dicht bepflanzte Bereiche mit einer Vielzahl von Pflanzenarten, darunter feinblättrige Sorten wie Javamoos, Hornkraut oder Wassernabel, bieten natürliche Verstecke und tragen zur Wasserqualität bei. Ein dunkler Bodengrund, wie feiner Kies oder Sand, ist empfehlenswert, um die leuchtenden Farben der Fische hervorzuheben.

Wurzeln und Höhlen bieten zusätzliche Rückzugsorte. Achten Sie darauf, dass alle Dekorationen glatt und frei von scharfen Kanten sind, um die Fische nicht zu verletzen.  Eine moderate Beleuchtung, die eine naturnahe Umgebung simuliert, ist ideal. Schwimmende Pflanzen können dazu beitragen, das Licht zu dämpfen. Ein effizienter, aber sanfter Filter ist notwendig, um das Wasser sauber und klar zu halten. Vermeiden Sie starke Strömungen, da Sundadanio retiarius ruhige Gewässer bevorzugt.

Sundadanio retiarius sollte in Gruppen von mindestens 8 bis 10 Fischen gehalten werden. In einem Schwarm zeigen diese Fische ihr natürliches Verhalten und fühlen sich sicherer.

Beckengenossen für Sundadanio retiarius

Aufgrund ihrer kleinen Größe und ihres friedlichen Wesens sollten Glühlicht-Rasboras nur mit anderen sehr kleinen und friedlichen Fischarten vergesellschaftet werden. Geeignete Beckenpartner können andere Miniaturfische, Zwerggarnelen oder Schnecken sein. Große oder aggressive Fische sollten vermieden werden.

Was fressen Glühlicht-Rasboras?

Sie benötigen eine feine, abwechslungsreiche Ernährung. Mikrofutter, feines Flockenfutter und kleine lebende oder gefriergetrocknete Futtermittel wie Cyclops, Daphnien oder Artemia-Nauplien sind ideal.

Vermehrung von Sundadanio retiarius

Wählen Sie für die Zucht gesunde und geschlechtsreife Exemplare aus. Sundadanio retiarius erreicht die Geschlechtsreife gewöhnlich im Alter von etwa 6 bis 12 Monaten. Ein separates Zuchtbecken ist empfehlenswert. Ein kleines Becken (20 bis 30 Liter) ist oft ausreichend, da die Fische relativ klein sind.

Das Zuchtbecken sollte sauberes, weiches Wasser mit einem leicht sauren pH-Wert (zwischen 6,0 und 7,0) haben. Die Temperatur kann leicht erhöht werden, idealerweise auf etwa 26°C bis 28°C. Das Zuchtbecken sollte feinblättrige Pflanzen oder Laichsubstrate wie Moos enthalten, auf denen die Fische ihre Eier ablegen können. Eine sanfte Filterung, die eine übermäßige Wasserbewegung vermeidet, ist zu empfehlen.

Füttern Sie die Zuchtfische mit einer abwechslungsreichen, hochwertigen Diät, um ihre Kondition zu verbessern und die Laichbereitschaft zu fördern. Lebend- oder Frostfutter wie Daphnien, Artemia oder Mikrowürmer sind ideal. Regelmäßige, teilweise Wasserwechsel im Zuchtbecken können helfen, die Bedingungen der natürlichen Laichsaison nachzuahmen und die Fische zum Laichen anzuregen.

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Sundadanio retiarius paart sich in der Regel in den frühen Morgenstunden. Das Männchen umwirbt das Weibchen und führt es zu einem geeigneten Laichplatz. Das Weibchen legt mehrere Eier, die vom Männchen befruchtet werden. Die Eier werden oft an Pflanzen oder im Moos abgelegt.

Nach dem Laichen sollten die Elternfische aus dem Zuchtbecken entfernt werden, um das Risiko des Eifressens zu minimieren. Die Eier schlüpfen normalerweise innerhalb von 24 bis 36 Stunden. Die Larven sind anfangs sehr klein und benötigen feines Aufzuchtfutter wie Infusorien oder speziell zubereitete Zuchtfuttermischungen.

Die Jungfische wachsen relativ schnell und können nach einigen Wochen auf größere Futtermittel wie frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien umgestellt werden.

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