Purpurprachtbarsch, Pelvicachromis Pulcher

Pelvicachromis Pulcher, Purpurprachtbarsch
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Steckbrief Purpurprachtbarsch
Wissenschaftlicher Name: Pelvicachromis Pulcher
Gebräuchlicher Name: Purpurprachtbarsch
Familie: Cichlidae
Herkunft: Afrika
Länge: 6 bis 10 cm
Lebenserwartung: bis 5 Jahre
Wasserwerte:
Temperatur: zwischen 24 und 28 °C
pH-Wert: zwischen 5 und 7,5
Gesamthärte, GH: 5 bis 14° dGh
Karbonathärte, KH: 5 bis 14° dH
Verhalten friedlich
Ernährung: Allesfresser
Beckenregion: mittler und oberer Bereich
Verhalten: friedlich, gesellig
Anzahl: 1 Pärchen
Pflegegrad: einfach für Anfänger geeignet
Aquarium
Volumen: 100 Liter
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Merkmale und Informationen zur Haltung in Aquarien

Der Purpurprachtbarsch, wissenschaftlicher Name Pelvicachromis Pulcher, ist einer der am attraktivsten gefärbten Buntbarsche für Aquarien. Weil er zu den monogamen Fischen gehört, sollte er paarweise gehalten werden. Der farbenprächtige Zwergbuntbarsch ist einfach zu halten und zu pflegen was ihn auch für den Anfänger interessant macht.

Morphologie

Der Purpurprachtbarsch hat einen länglichen, halbzylindrischen und leicht zusammengedrückten Körper, mit abgeflachten Seiten. Pelvicachromis Pulcher ist einer der farbenprächtigsten Buntbarsche. Seine oberen Flossen sind bräunlich mit violettem Schimmer, während die unteren Flossen bläulich-weiß sind. Auf beiden Seiten des Bauchbereichs befindet sich ein roter Fleck.

Die Männchen haben einen hellen Körper mit zwei olivgrünen Oberlinien. Die Weibchen zeichnet ein leuchtend gelbes Gesicht und einen roten Bauch aus, wobei die roten und goldenen Farben bei den Weibchen intensiver und metallischer sind als bei den Männchen, während die blauen Bereiche weniger deutlich sind.

Geschlechtsunterschiede

Die Männchen können bis zu 10 cm lang werden, während die Weibchen in der Regel kleiner sind und bis zu 6 oder 7 cm lang werden.

Sowohl Männchen als auch Weibchen haben einen charakteristischen roten Fleck auf dem Bauch, der bei den Weibchen stärker ausgeprägt ist.

Der Geschlechtsunterschied ist offensichtlich, wobei die Weibchen trotz ihrer geringeren Größe bunter sind als die Männchen.

Auch die Weibchen haben einen dunklen Fleck auf der Rückenflosse, während die Männchen einen bis fünf Flecken mit einem gelblichen Rand und eine verlängerte Rücken- und Afterflosse haben.

Verbreitung und Lebensraum

Der Purpurprachtbarsch ist ein Fisch, der in den Flussgebieten Afrikas beheimatet ist. Sie bewohnen die Unterläufe der Flüsse im westlichen Süden Nigerias und Kameruns, wo die Vegetation üppig ist und die Gewässer flach und langsam fließend.

Im Laufe der Zeit wurden sie in einigen Gebieten, wie z. B. auf Hawaii, künstlich eingeführt.

Er kann sich sowohl in ruhigen Gewässern als auch in strömungsreichen Gebieten entwickeln, jedoch immer unter der Voraussetzung, dass eine dichte Vegetation vorhanden ist. Dabei ist er in der Regel sowohl in Flussmündungen mit leicht brackigem Wasser als auch in Weichwasserflüssen zu finden.

Haltung im Aquarium

Wir empfehlen ein Aquarium mit einer Mindestlänge von 60 cm und einem Fassungsvermögen von mindestens 60 Litern Wasser. Wenn Sie ein Paar dieser Fische halten möchten, wäre es ideal, wenn Sie mindestens 80 Liter Wasser zur Verfügung hätten.

Bei der Haltung von zwei Paaren dieser Art wird empfohlen, dass das Aquarium mehr als 1 Meter lang ist und mindestens 100 Liter Wasser fasst, um territoriale Auseinandersetzungen während der Brutzeit zu vermeiden oder zu reduzieren.

Ratsam ist es auch das Aquarium mit reichlich dekorativen Material wie Pflanzen, Wurzeln, Baumstämme, Tontöpfe und kleine Steine auszustatten. Diese Materialien dienen als Versteck und Laichplatz.

Obwohl dieser Fisch sehr anpassungsfähig ist, sollten die gewählten pH-Werte, die zwischen 6,5 und 7,5 liegen können, möglichst stabil gehalten werden da der Purpurprachtbarsch sensible auf Schwankungen reagiert.

Die Temperatur des Aquarienwassers sollte einem tropischen Lebensraum entsprechen, d.h. möglichst zwischen 24 und 28ºC liegen, wobei die Temperaturschwankungen so gering wie möglich gehalten werden sollten, maximal 1º C pro Tag.

Die Wasserhärte sollte zwischen 5° und 20° dGH liegen.

Häufige Wasserwechsel sind notwendig, ebenso wie die regelmäßige Reinigung des Bodens und der Wände des Aquariums, da diese Fische beim Fressen große Mengen an Abfall und Kot produzieren.

Darüber hinaus muss das Aquarium über ein biologisches Filtersystem verfügen, das dazu beiträgt, das Wasser zu reinigen.

Verhalten und Vergesellschaftung

Außerhalb der Brutzeit ist der Purpurprachtbarsch ein äußerst passiver und in gewisser Weise scheuer Fisch, was ihn ideal für Gemeinschaftsaquarien macht. Er ist kaum territorial, so dass er den gesamten Boden und den mittleren Teil des Aquariums ruhig und friedlich erkundet, und kann bei Bedarf jederzeit sehr schnell und wendig sein.

Aus diesem Grund ist es auch empfehlenswert, ruhige, nicht sehr scheue Fische im Aquarium zu haben, wie z. B. einen Schwarm Corydoras, damit sie dem Purpurprachtbarsch das Gefühl geben, dass keine Gefahr besteht, und ihn ermutigen, im Aquarium herumzuwandern.

In der Fortpflanzungs- oder Brutzeit ändert sich sein Verhalten radikal.

Wenn er paarweise lebt, verteidigt er sein Territorium aggressiv in einem Vater-Mutter-Paar, wobei sich das Revier auf eine Fläche von 1 m2 ausdehnen kann.

Purpurprachtbarsche bewachen ihr Nest aktiv vor anderen Fischen und anderen Aquarienbewohnern. Sie verjagen andere Fische, während sie mit den Jungtieren auf Nahrungssuche sind.

Der Purpurprachtbarsch verhält sich im Allgemeinen aggressiver gegenüber Fischen seiner eigenen Art und in wesentlich geringerem Maße gegenüber anderen Arten. Bei bestimmten Gelegenheiten greifen sie jedoch gnadenlos Skalare an und belästigen auch Corydoras.

Um die Situation besser unter Kontrolle zu halten, empfiehlt es sich daher, dass die anderen Aquarienpartner möglichst Bewohner der mittleren und oberen Zone des Aquariums sind.

Fische die mit dem Purpurbuntbarsch vergesellschaftet werden können

Nahrung

Als Allesfresser kann der Purpurprachtbarsch mit Flocken, gefrorenem, gefriergetrocknetem oder Lebendfutter wie Daphnien, Artemia und Mückenlarven gefüttert werden.

Die Bereitstellung von Lebendfutter ist keine notwendige Bedingung, obwohl einige Fischhalter berichten, dass Lebendfutter die Fortpflanzung stimuliert.

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Vermehrung beim Purpurprachtbarsch

Interessant ist zu wissen das der pH-Wert Einfluss auf das Geschlechterverhältnis beim Nachwuchs des Purpurprachtbarschs hat. Bei einem neutralen Wert von 7 wird der Nachzuwuchs jeweils ein Verhältnis von 50:50 männlich weiblich sein.

Wenn der pH-Wert saurer und das Wasser weicher ist, wird ein höherer Anteil an männlichen Tieren erzielt, während bei alkalischen pH-Bedingungen und härterem Wasser ein höherer Anteil an weiblichen Tieren erzielt wird.

Das Aquarium sollte mit Steinen oder Ästen eingerichtet sein, damit die Fische einen geeigneten Brutplatz finden können.

Das Paarungsritual des Purpurprachtbarschs ist schön zu beobachtendes Schauspiel. Während des Paarungsrituals intensiviert das Weibchen ihre Farben und verkrümmt sich in eine U-Form.

Die Bewegungen und Verrenkungen werden von den klassischen Kopf wipp- und Schüttelbewegungen begleitet, die es bei allen Buntbarschen gibt.

Beim Laichen selbst werden in der Regel bis zu 300 Eier auf das Dach oder der Wand der ausgewählten Höhle gelegt.

Nach der Befruchtung kümmert sich das Weibchen um die Jungtiere und verlässt die Höhle nur zum Fressen, wobei sie sich mit dem Männchen bei der Pflege abwechselt. In der übrigen Zeit verteidigen die Männchen das Territorium.

Nach etwa 72 Stunden schlüpfen die Eier, und nach fünf Tagen können die Jungtiere mit ihren Eltern auf Nahrungssuche gehen. Sie können mit Artemia-Nauplien gefüttert werden und akzeptieren schnell fein gemahlenes Flockenfutter.

Die Elterntiere sollten nicht vor der vierten bis fünften Woche von den Jungtieren getrennt werden, da das Männchen versuchen wird, sich erneut fortzupflanzen und das dabei Weibchen verletzen könnte, da sie zu dem Zeitpunkt noch nicht für ein neues Gelege bereit ist. Die Eltern warnen und schützen die Jungen auch bei Anzeichen von Gefahr.

Titelbild: Tino Strauss

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